Masoumeh Moridian

„Teamarbeit gefiel mir schon immer sehr gut”

von Masoumeh Moridian, 1. Oktober 2015

Mit 14 Jahren habe ich zum ersten Mal an der Mathematik-Olympiade teilgenommen. Ab dem Zeitpunkt war für mich klar, dass ich Mathematik studieren wollte. Dieser Beschluss hat sich seit dem nicht mehr geändert und so fing ich nach der Matura mit dem Mathematikstudium an der TU Wien an. Der Studiengang dort heißt „Technische Mathematik“ und innerhalb dessen habe ich mich für den Zweig Statistik-Wirtschaftsmathematik entschieden. Mir war es immer wichtig etwas praxisnahes zu studieren um später auch gute Berufschancen zu haben, so schien mir dieses Studium sehr geeignet.

Während der Schulzeit war ich eine typische Streberin. Das Lernen viel mir leicht und so schrieb ich immer gute Noten und konnte es gar nicht erwarten zu studieren. Studieren war dann aber doch etwas anderes. Obwohl ich meinen würde, dass ich mathematisch begabt bin, fiel mir das Mathematikstudium anfangs eher schwer. Es war eine ganz andere Art von Mathematik, viel abstrakter und komplizierter. Aber zum Glück ging es nicht nur mir so. Schnell fand ich nette Studienkollegen, die mit mir gemeinsam die Übungen lösten sodass ich ganz gut über die Runden kam. Teamarbeit gefiel mir schon immer sehr gut und in diesem Studium ist man von Anfang an praktisch dazu gezwungen, was dann auch später sehr von Nutzen sein kann.

Neben dem Studium war ich viele Jahre beim Europäischen Jugendparlament aktiv, eine Organisation die das politische Denken und den kulturellen Austausch der Jugendlichen fördert. So organisierte ich Sitzungen, fuhr selber auf sehr viele internationale Konferenzen in ganz Europa, baute die Organisation in Österreich mit auf u.s.w. Es war der perfekte Ausgleich neben dem Studium. Ich rate jedem Studenten sich so eine Jugendorganisation zu suchen, denn man lernt da wirklich sehr viel fürs Leben. Außerdem ist es gut sich nicht nur mit dem Studium und den Studienkollegen zu beschäftigen sondern auch seinen Horizont durch andere Tätigkeiten zu erweitern.

Nach dem Studium fing ich bei Accenture, einer Unternehmensberatung, an. Ich hatte mich schon während des Studiums für Unternehmensberatung interessiert. Im letzten Studienjahr habe ich mich für das TUtheTOP Programm der TU Wien beworben und wurde ausgewählt. In diesem Programm darf man sich aus einem Kontingent an Firmen ein paar aussuchen um diese im Rahmen von Workshops und Networking Events näher kennenzulernen. Ich wählte drei Unternehmensberatungen um mir ein Bild über diese zu machen. Accenture war eine davon. Natürlich war es einfach für mich genommen zu werden, da ich die Firma schon kannte. So fing ich direkt nach dem Studium an dort zu arbeiten und bin noch immer hier. Kaum zu glauben, dass das schon fast zwei Jahre her ist.