Fabienne Eder

„Mein erster Traumberuf war Astronautin”

von Fabienne Eder, 16. November 2015

Naturwissenschaften faszinierten mich schon von Kleinkind an – mein erster Traumberuf war Astronautin. Das Erforschen und Verstehen von komplexen Ereignissen war letztendlich ausschlaggebend für meinen Entschluss Physik zu studieren. Da ich schon immer aktiv in der Forschung tätig sein wollte, habe ich direkt nach meinem Magisterstudium an der Universität Wien meine Dissertation auf dem Gebiet der Archäometrie am Atominstitut in der Gruppe Strahlenphysik begonnen. Ich beschäftigte mich fächerübergreifend mit der Entwicklung eines neuen analytischen Ansatzes zur Herkunftsbestimmung von archäologischen Obsidianartefakten.

 

Die Zeit während meines Doktoratsstudiums war aufregend, interessant, mit vielen Reisen verbunden aber auch überaus herausfordernd. Auf Grund mehrerer misslicher Umstände – wie etwa der Wirtschaftskrise – war meine Finanzierung nach dem ersten Jahr nicht mehr gesichert. Doch dank sieben nationalen und internationalen, selbstständig eingeworbenen Drittmitteln, Projekte, Stipendien und Preise ist es mir gelungen die restlichen zwei Drittel meines Studiums selbst zu finanzieren. Die Teilnahme an geförderten Programmen wie dem fFORTE_Coaching oder TUtheTOP motivierte mich weiterzumachen und unterstütze meine Überzeugung, dass man, wenn man nur ehrgeizig sein Ziel verfolgt, es auch erreichen kann.

 

Der Kontakt zu Menschen war mir schon immer sehr wichtig. Während meines Diplomstudiums war ich als Studienrichtungsvertreterin bemüht den JungakademikerInnen beratend zur Seite zu stehen und im Zug meiner Dissertation versuchte ich Jung und Alt mit Führungen durch das Atominstitut zu begeistern. Die Freude im Dienste der Forschung zu arbeiten, führte mich direkt nach meiner Promotion zur FFG – der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Als technische Expertin und Programm-Managerin unterstütze ich dort österreichische Unternehmen, Start Ups, Forschungsinstitutionen und Forschende bei der Umsetzung Ihrer Innovationsprojekte. Seit nun schon fast zwei Jahren freue ich mich tagtäglich darauf Menschen dabei zu helfen, ihre Projektideen zu verwirklichen.